In der Vergangenheit war das Ablagern von Abfällen
auf Deponien ohne vorherige Behandlung möglich.
Das Erbe, das dabei den künftigen Generationen
überlassenen wird, ist schwer abschätzbar:
Mögliche Gefährdung für
Grundwasser und Boden
Emissionen, die z.B. auch
zum Treibhauseffekt beitragen (Bildung von
Methangas)
Kosten für die Nachsorge der
Deponien
Seit 1. Juni 2005 dürfen entsprechend
neuer rechtlicher Regelungen biologisch abbaubare
Abfälle nicht mehr ohne Vorbehandlung auf Deponien
abgelagert werden. Ziel dieser Forderung ist es,
eine möglichst nachsorgefreie Deponierung von
Reststoffen zu erreichen und nachfolgenden
Generationen keine weiteren Altlasten mehr zu
hinterlassen.
Um die geforderte Behandlung der Abfälle in
Ostthüringen zu sichern wurde 1996 der ZRO
gegründet.
Wie setzt der ZRO seine Aufgabe um?
Der ZRO hat im Juni 2003 einen
Entsorgungsvertrag mit der SITA Deutschland GmbH (SITA)
abgeschlossen.
Dem Vertragsabschluss war eine über zwei Jahre
andauernde europaweite Dienstleistungsausschreibung
des ZRO vorausgegangen. In der Ausschreibung konnten
sich Anbieter verschiedener Transportkonzepte und
Abfallbehandlungsverfahren (thermisch oder
mechanisch -biologisch) mit gleichen Chancen um den
Auftrag bewerben.
Das wirtschaftlichste Angebot wurde durch die SITA
Deutschland GmbH abgegeben.
Entsorgungsvertrag des ZRO mit der SITA
Deutschland GmbH (SITA)
Der Restabfall aus Ostthüringen wird
seit Juni 2005 in der Thermischen
Restabfallbehandlungsanlage „Abfallverwertung
Zorbau“ (AV Zorbau) bei Weißenfels (Sachsen-Anhalt)
verbrannt. Die Verbrennung ist kombiniert mit
energetischer Nutzung (Strom, Wärme).
Der Transport nach Zorbau erfolgt per LKW. Der
Abfall wird hierfür an 5 Umladestationen in
Großraumfahrzeuge bzw. Transportcontainer umgeladen.
Die Umladestationen befinden sich in der Nähe der
Deponiestandorte in Altenburg, Großlöbichau, Untitz,
Krölpa-Chursdorf und Pößneck-Wiewärthe.
Die anteiligen Verbrennungsschlacken werden auf der
Deponie des ZRO in Großlöbichau
abgelagert.